EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Donaueschingen von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bau und Streckeneröffnung

Die Bauarbeiten begannen im April 1865 wobei der mittlere Abschnitt zwischen Hausach und Donaueschingen besonders aufwendig war. Das lag unter anderem an den vielen Kunstbauten wie Brücken und Tunnel, die zwischen Hornberg und St. Georgen notwendig waren. Am 15. Juni 1868 eröffneten die Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen den 34,92 Kilometer langen Teilabschnitt der „Schwarzwaldbahn“ zwischen Engen und Donaueschingen. Die 13,87 Kilometer lange Verbindung nach Villingen folgte am 16. August 1869. Die 149,14 km lange Gesamtstrecke von Singen nach Offenburg ging am 10. November 1873 in Betrieb. Das erste Empfangsgebäude dürfte ein einfaches, dem Zeitgeist entsprechendes Gebäude gewesen sein.

Das zweite Empfangsgebäude Donaueschingen

Das zweite symmetrische Stationsgebäude von 1902 bestand aus einem langen, einstöckigen Verbindungsbau, der von zwei zweistöckigen Eckbauten mit Walmdach flankiert wurde. Auf dem Dach gab es eine Gaube, wahrscheinlich mit Bahnhofsuhr. Im Erdgeschoss waren Rundbogenfenster und Türen, deren Rahmen zum Teil aus mehrfarbigem Buntsandstein bestanden, gebaut worden. Der Hausbahnsteig besaß eine Überdachung. Der Eingang zur Schalterhalle mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie mehreren Wartesälen und eine Bahnhofsgaststätte erfolgte durch den Verbindungsbau. Mit Sicherheit gab es einen Warteraum für adlige Reisende. So besuchte der deutsche Kaiser allein 16-mal die Stadt. Separate Abortanlagen und ein weiteres mechanisches Stellwerk sowie eine Bahnsteighalle mit drei Bahnsteigen wurden fertiggestellt. Die Bahnsteigschaffner erhielten Kontrollstände. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse I.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1884 konnte der erste frei stehende Kran montiert werden, der das Verladen von sperrigen Gütern erheblich verbesserte. 1887 Speiseanlagen für die Lokomotiven wurden in Betrieb genommen. Am 18. Oktober 1892 ging der 2,84 Kilometer lange Streckenabschnitt nach Hüfingen in Betrieb. Dafür mussten die Bahnhofsanlagen erweitert werden, so wurde unter anderem ein Bahnmeistergebäude errichtet. Der Umbau des Bahnhofs war 1893 abgeschlossen. Die Bauarbeiten für ein Dienstwohngebäude wurden begonnen. 1893 wurde der Umbau des Bahnhofs beendet. Drei mechanische Stellwerke sind in Betrieb genommen worden. Die Speiseanlagen wurden erweitert und verbessert. 1897 wurde die erste Brückenwaage gebaut. Eine neue Güterhalle stand 1899 zur Verfügung und der Bau eines weiteren Maschinenhauses begann. Am 20. August 1901 wurde der Streckenabschnitt zwischen Donaueschingen und Neustadt eröffnet. Durch die Baumaßnahmen der Höllentalbahn 1901 erfuhr der Bahnhof abermals umfangreiche Erweiterungen. 1910 waren die Bauarbeiten des Bahnhofs bis auf die Bahnsteigdächer abgeschlossen. Diese Arbeiten endeten erst 1912. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof zu zwei Dritteln zerstört. Das dritte Empfangsgebäude im Baustil der 1950/60 er-Jahre besaß einen eingeschossigen Hallenflügel in Verbindung mit einem zweigeschossigen Gebäude mit Diensträumen. Im Hallenflügel gab es eine Schalterhalle und Warteräume sowie eine Bahnhofsgaststätte. Das Richtfest war am 19. November 1954. Die letzten Baumaßnahmen endetet 1959. 1982 ersetzte die Deutsche Bundesbahn die mechanischen Stellwerke.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Stationsgebäude von 1959 ist noch erhalten geblieben. In der Schalterhalle befindet sich ein Reisezentrum.
Die Eisenbahn “kam” am 15. Juni 1868 nach Donaueschingen. Also 33 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Donaueschingen hatte zu diesem Zeitpunkt 3.109 Einwohner (Ende 2018 waren es 22.526 Einwohner).
Schwarzwaldbahn (Baden) Offenburg Singen (Hohentwiel) Höllentalbahn (Schwarzwald) Freiburg (Breisg.) Hbf Donaueschingen Bahnstation Donaueschingen Bahnstation Donaueschingen
Bilder Donaueschingen
Bahnhof von 1902
Luftaufnahme
Bahnhof 1954
Bahnhof von1902 Bahnhof 1954 Planung und Konzession