EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Daun von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Der letzte 70,69 Kilometer lange Streckenabschnitt von Mayen Ost bis Gerolstein der Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) und damit die Gesamtstrecke ging am 15. Mai 1895 in Betrieb. Die Strecke diente hauptsächlich für den Transport von Steinen aus den umliegenden Steinbrüchen. Der Personenverkehr war eher schwach. Dementsprechend wurden die Gleise in den Tälern verlegt, um teure Kunstbauten zu vermeiden.

Das Empfangsgebäude Daun

Das traufenständige, zweistöckige Stationsgebäude verfügte über ein Krüppelwalmdach mit Dachgauben. Eine dekorativ verzahnte Buntsandsteingliederung an den Gebäudekanten und ein umlaufendes Gesims (horizontaler, erhabener und schmaler Mauerstreifen) gehörte zum variierten Typenbau von 1894. Die Fenster besaßen Segmentbogen mit Rahmen aus Buntsandstein. In einem Anbau war der Güterschuppen mit Seitenrampen untergebracht. Im Erdgeschoss gab es einen Warteraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie ein Dienstraum für den Fahrdienstleiter. Die Gleisanlage bestand aus drei Durchfahrgleisen und eine Ladegleis zum Güterschuppen. An diesem Gleis gab es auch eine Rampe und eine Ladestraße. Zwei Gleisanschlüsse im Norden führten zu einem Kohlesäurewerk und einem Raiffeisenlagerhaus. Ein Wasserhochbehälter befand sich im Osten der Gleisablage. Für den Güterverkehr war der Bahnhof nur eingeschränkt nutzbar, da er keine Kopframpe (OK) besaß. Eine Agentur war für die Fahrkarten- und Gepäckausgabe zuständig. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse IV. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1903 erhielt der Bahnhof auf dem Hausbahnsteig einen rundum verglasten Stellwerksanbau. Am 1. Dezember 1909 wurde die 11,3 Kilometer lange Teilstrecke nach Gillenfeld und später weiter nach Wittlich eröffnet. Sie führte direkt hinter dem Bahnhof über ein Viadukt nach Wittlich. Der Bahnhof wurde dafür erheblich erweitert. Dafür wurde an das Stationsgebäude ein eingeschossiger Mittelbau mit Wartehalle und Zugang über einen Personentunnel zu den Bahnsteigen errichtet. Die Bahnmeisterei erhielt ein separates einstöckiges Gebäude mit Satteldach. Es wurde ein weiterer Inselbahnsteig gebaut. Südöstlich war ein Gleis zu einer Drehscheibe mit zweiständigen Ringlokschuppen verlegt worden. Ein Stellwerksbau wurde gebaut. Daun wurde zum Trennungsbahnhof. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof schwer beschädigt. Davon waren die Bahnhochbauten jedoch kaum betroffen. Sie wurden nach 1945 wieder instand gesetzt. Dabei verloren die Gebäude einiges an ihrer Charakteristik. Anfang der 1960er-Jahre begann der Rückbau der Gleisanlage. Zunächst baute die Deutsche Bundesbahn (DB) die Gleise zum Ringlokschuppen zurück und ließ den Lokschuppen abreißen. m 1. Mai 1975 wurde der Dampfbetrieb eingestellt und der Wasserkran demontiert. Am 1. Juni 1975 stellte die DB den Stückgutverkehr ein. Die Bahnmeisterein wurde geschlossen. 1990 baute die DB die Dieseltankstelle ab. Am 31. Oktober 1981 wurde der Zugverkehr nach Wittlich eingestellt. Am 13. Januar 1991 wurde der Personenverkehr zwischen Mayen Ost und Gerolstein eingestellt. 1992 verkaufte die DB das Empfangsgebäude an die Stadt Daun. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude wird als Jugendzentrum genutzt und ist in einem guten Zustand. Es steht unter Denkmalschutz.
Bilder Daun
Bahnhof um 1908
Luftaufnahme
Bahnhof um 1925
Bahnhof um 1908 Bahnhof um 1925 Planung und Konzession Eifelquerbahn Andernach Gerolstein PANORAMA 405,0 G leistrasse G mehr zum Thema hier

Bahnstation Daun