EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Herdorf von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Das 38 Kilometer lange Teilstück der „Hellertalbahn“ von Betzdorf über Herdorf nach Burbach wurde von der Cöln-Mindener Eisenbahn (CME) am 1. Juli 1861 eröffnet. Die letzte Teilstrecke von Betzdorf (Sieg) nach Gießen und damit die Gesamtstrecke wurde am 12. Januar 1862 in Betrieb genommen.

Das Empfangsgebäude Herdorf

Der giebelständige, zweistöckige, mittlere Gebäudeteil aus Backstein ging 1861 in Betrieb. Es wurde von einem traufenständigen, einstöckigen Seitenflügel ergänzt. Das Gebäude besaß im Erdgeschoss Rundbogenfenster und Türen, im Obergeschoss sowie im Dachgiebel waren Segmentbogenfenster verbaut worden. Es war mit Satteldächern abgedeckt. Im Erdgeschoss befanden sich Warteräume, ein Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie weitere Diensträume. Im Obergeschoss waren Wohnungen für die Bahnbediensteten entstanden. Ein separater Fachwerkgüterschuppen mit Kopf- und Seitenrampen sowie ein Freiladegleis befanden sich in Richtung Haiger. Etwas weiter weg war der mehrgleisige Abstellbahnhof, von dem die Strecke zur Eisenerzgrube „Pfannenberg Einigkeit“ abzweigte. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1901 wurden zwei Stellwerksgebäude mit mechanischen Stellwerken in Betrieb genommen. Am 26. Juli 1906 begannen die Bauarbeiten an der Bahnstrecke nach Unterwilden, die am 28. August 1907 bis Struthütten und am 29. November 1907 bis Unterwilden in Betrieb genommen wurde. Die Strecke diente überwiegend dem Abtransport von den Erzgruben Wolf, San Fernado, Zufälligglück, Friedrich Wilhelm, Bollnbach, Stahlert, Concordia, Guldenhardt, Hüttenwäldchen, Greisenhardt und Hellmannskaute. Die Verhüttung erfolgte in der Herdorfer Friedrichshütte. Was hat sich verändert, was ist geblieben Der kleine Seitenflügel ist wahrscheinlich erst nach 1945 entstanden. Auch der ursprüngliche Seitenflügel wurde verlängert. Das ist an den modernen Fenstern an der Giebelseite zu erkennen. Der Mittelbau ist weitgehend erhalten geblieben.
Planung und Konzession
Bilder Herdorf
Luftaufnahme
Köln - Gießen Köln-Deutz Gießen 238,0

Bahnstation Herdorf