EINE DOKUMENTATION
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Bahnstation Rhade (Westf)

Bau und Streckeneröffnung Die Vermessungsarbeiten wurden 1876 abgeschlossen. Die Abnahme der 59 Kilometer langen Strecke der Niederländisch-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) und die feierliche Eröffnung fanden am 14. Juni 1880 statt. Zwischen Gelsenkirchen-Bismarck und dem niederländischen Winterswijk begann der reguläre Eisenbahnverkehr am 21. Juni 1880.

Das Empfangsgebäude Rhade (Westf)

Das Stationsgebäude besaß einen giebelständigen, zweistöckigen Putzbau und an beiden Seiten einen traufenständigen, einstöckigen Anbau. Alle Gebäudeteile verfügten über Satteldächer. In Erdgeschoss gab es Wartesäle, Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie weitere Dienstzimmer. Eine Bahnhofsgaststätte befand sich im Anbau. Im Obergeschoss lag die Wohnung des Stationsvorstehers. Nordwestlich des Gebäudes war ein Güterschuppen mit Kopf- und Seitenrampen entstanden. Für die Bahnbediensteten wurde ein Wohnhaus mit Garten und Stall errichtet. Die Gleisanlage bestand neben dem Streckengleis aus einem Kreuzungsgleis mit einem 125 Meter langen, befestigten Mittelbahnsteig und ebenerdigem Zugang vom Hausbahnsteig. Hinzu kam eine Ladestraße für die Holzverladung. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1902 wurde die Bahnhofsgaststätte eröffnet. Am 1. November 1907 wurde die Abfertigung von Sprengstoff eingestellt. 1909 erweiterte die NWE die Ladestraße. 1910 erhielt der Bahnhof je ein Stellwerksgebäude in den Bahnhofsköpfen. 1912 baute die NWE im Bahnhofsgarten einen Schuppen und erweiterte die Bahnanlagen. Die Gleise wurden verlängert. In den 1930er-Jahren renovierte die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) das Stationsgebäude. Dabei erhielt der zweistöckige Gebäudeteil seine Treppengiebel. Am 7. Oktober 1967 wurde die Fahrkartenausgabe geschlossen sowie die Abfertigung von Gepäck- und Expressgut und Stückgut eingestellt. 1977 ließ die Deutsche Bundesbahn (DB) das Empfangsgebäude abreißen und reduzierte die Gleisanlage auf das Notwendigste. Am 27. Mai 1990 wurde der Güterverkehr offiziell eingestellt. 2013 erneuerte die Deutsche Bahn AG (DBAG) die Bahnsteiganlage durch einen neuen Mittelbahnsteig und baute einen obligatorischen DB Pluspunkt. Ausgestattet war der Pavillon mit Fahrausweisautomat, Entwerter, Abfallbehälter, Aschenbecher, hohe Beleuchtungsstärke, Dämmerungssensor, 360°Spiegel im roten Turm, Notruf (integriert). Die Stellwerke wurden als Wärterstellwerke weiter verwendet. 2018 wurden die Stellwerke aus dem Betrieb genommen. Die Signale und Weichen werden von Coesfeld aus gesteuert. Was hat sich verändert, was ist geblieben Vom Kreuzungsbahnhof sind an Bahnhochbauten nur noch die beiden Stellwerksgebäude von 1910 erhalten.
Filmbild Rhade Planung und Konzession
Bahnhof um 1935
Luftaufnahme
Bilder Rhade (Westf)
Bahnhof um 1935 Gelsenkirchen - Borken Gelsenkirchen Hbf Borken (Westf) Bahnhofsgaststätte G leistrasse G mehr zum Thema hier